Wahrscheinlich hat er als Kind zu viel Wortsalat mit Bildersoße gegessen. Und Geräuschsaft getrunken. Die erste Mondlandung hat er live im Fernsehen gesehen. Er wollte dann Astronaut oder Journalist werden. Hat beides nicht geklappt, auch Lehrer für Deutsch und Geschichte nicht. Dafür hat er eine Menge anderer Sachen gemacht. Heute schreibt er über all das, steht auf Bühnen und liest Leuten seine Texte vor. Denn Vorlesen fand er schon immer gut. Literaturveranstalter ist er auch, Moderator, Workshop-Leiter, war Finalist beim NRW-Slam 2018. Selber machen, das Staunen und den Mut nicht verlieren, weiter neugierig bleiben, sagt er sich. Egal, wie alt du bist. Etwas älter ist er schon geworden, ist von Wuppertal in die Kleinstadt gezogen. Niederrhein, kurz vor Holland. Möwen, Störche, eingleisige Bahnstrecke, kein Kino. „Schreiben heißt: sich selber lesen.“ hat Max Frisch mal gesagt. Stimmt.

Foto: Max Schmidt